30.06.2026
Hot, hot, hot: Caritas in der Berufseinführung
Sie führte angehende Seelsorgende nach Rorschach und St. Georgen – mitten hinein in soziale Fragen, lokale Netzwerke und kirchliche Praxis.
Das Team der Diakonieanimation der Caritas St. Gallen-Appenzell hat den Teilnehmenden der Berufseinführung des Bistums St. Gallen an zwei Tagen den Arbeitsbereich Diakonie nähergebracht..
Den ganzen Tag mit dabei war Jennifer Morf vom Kirchlichen Sozialdienst Rorschach. Sie zeigte auf, wie eine Kirchgemeinde mit Menschen umgeht, die an der Pfarrhaustür um Unterstützung bitten, und welche Rolle kirchliche Sozialarbeit im lokalen Netzwerk einnehmen kann.
Ein Gespräch mit Stadträtin Ariane Thür Wenger eröffnete zudem die Perspektive der Politik. Dabei standen aktuelle Fragen im Zentrum: Welche Aufgaben für die Gemeinschaft übernimmt die Stadt, welche die Kirche? Wo ist Zusammenarbeit möglich und sinnvoll? Gerade weil jede Kirchgemeinde Teil eines Dorfes, einer Stadt oder einer Region ist, bleibt Vernetzung ein zentrales Thema.
Bei hohen Temperaturen erkundeten die angehenden Seelsorgenden einen Tag lang das soziale Netz in der Stadt Rorschach. Auf dem Programm standen Besuche an verschiedenen sozialen Orten – darunter das «Gönn Dir-Café» – wo die Teilnehmenden direkt mit sozial und diakonisch tätigen Fachpersonen ins Gespräch kamen.
Am zweiten Tag wurden diese Eindrücke im Seminar St. Wiborada in St. Georgen reflektiert und weitergedacht. Die Teilnehmenden diskutierten unter anderem, welches Modell von Kirche sie erleben, welche diakonischen Angebote bereits bestehen und wo Lücken sichtbar werden. Auch konkrete Praxisfragen kamen zur Sprache: Welche Aufgabe kann eine Seelsorgerin beispielsweise bei einer Lebensmittelabgabe übernehmen?
Den herausfordernden Temperaturen begegneten die Berufseinsteiger mit Kreativität.
Für das Team der Diakonieanimation der Caritas St. Gallen-Appenzell ist der persönliche Kontakt zu den Seelsorgenden in den Pfarreien eine wichtige Ressource. So wird sichtbar, wo der Schuh drückt, wo Unterstützung gefragt ist und wo neue Ideen gefördert werden können. Für Anfragen, Inputs oder Workshops können Sie sich auch in den Sommermonaten gerne bei uns melden.
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