06.08.2026
Eine Ferienwoche voller Begegnungen im Kiental
Rund 50 Kinder, Eltern und Grosseltern verbrachten gemeinsam eine Ferienwoche im Kiental. Wanderungen, Spiele und gemeinsames Kochen schufen wertvolle Begegnungen über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg.
Bereits zum dritten Mal reiste eine Gruppe von fast 50 Personen aus der Region für eine gemeinsame Sommerferienwoche ins Berner Oberland. Zehn Familien aus mindestens acht verschiedenen Herkunftsländern verbrachten zusammen mit ihren Kindern und Grosseltern erlebnisreiche Tage im Ferienhaus Bergfrieden im Kiental.
Eingeladen wurde die Gruppe von der Katholischen Kirche Rapperswil-Jona, der Caritas-Regionalstelle Uznach und dem Solidaritätsnetz Ostschweiz. Geleitet wurde die Woche von Seelsorger Michael Vogt, Diakon Urs Bernhardsgrütter sowie den beiden Lehrpersonen Mirjam Fuchs und Cornelia Meier. Unterstützt wurden sie von Kata Piroch von der Caritas-Regionalstelle Uznach und dem Theologiestudenten David Pollak. Für das abwechslungsreiche Essen sorgten Peter Strübi, Roswitha Bernhardsgrütter und Christoph Meier.
Ferien ermöglichen und Gemeinschaft stärken
Für Familien mit einem kleinen Einkommen sind gemeinsame Ferien häufig nicht finanzierbar. Die Ferienwoche im Kiental ermöglicht ihnen eine Auszeit vom Alltag und schafft gleichzeitig Raum für Begegnungen zwischen Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und kulturellen Hintergründen.
Unter dem Motto «In die grünen Berge fahren wir» erwartete die Teilnehmenden ein vielfältiges Programm. Dazu gehörten Wanderungen, Spiele, ein Bastelnachmittag, ein Besuch in der Badi, eine Friedensfeier und ein Fussballturnier für Kinder und Erwachsene.
Das Ferienhaus bot mit seinen Familienzimmern, Gemeinschaftsräumen, einer grossen Spielwiese und einer Feuerstelle ideale Bedingungen. Auch das sonnige Wetter und der Blick auf die umliegenden Berge trugen zur guten Stimmung bei.
Neue Erfahrungen in den Bergen
Für grosse Augen sorgte die Fahrt mit dem Postauto durch die engen und steilen Kurven hinauf auf die Griesalp. Auch eine Fahrt mit der Sesselbahn war für einige Kinder und Erwachsene eine ganz neue Erfahrung.
Bei den Wanderungen wurden verschiedene Gruppen gebildet, sodass Kinder und Erwachsene entsprechend ihren Möglichkeiten teilnehmen konnten. Das gemeinsame Unterwegssein erleichterte Gespräche über Sprachgrenzen hinweg und ermöglichte es, die Freude an der Natur miteinander zu teilen.
Begegnung beim gemeinsamen Kochen
Ein besonderer Höhepunkt war das internationale Länderbuffet. Die benötigten Zutaten wurden gemeinsam organisiert, während die Teilnehmenden ihre eigenen Rezepte, Gewürze und Zubereitungsarten einbrachten.
Bereits am Vorabend wurden erste Teige vorbereitet. Am folgenden Tag entstanden gemeinsam Gerichte aus unterschiedlichen Ländern, die teilweise in traditionellen Gewändern präsentiert wurden. Das gemeinsame Kochen und Essen wurde zu einem Begegnungsabend, der den Teilnehmenden lange in Erinnerung bleiben wird.
Finanziert wurde die Ferienwoche durch Kirchen und Pfarreien aus der Region, das Solidaritätsnetz Ostschweiz, den Diakoniefonds der Caritas, den Gemeindeverband Zürichsee-Linth, das kantonale Amt für Integration sowie weitere soziale Einrichtungen und Stiftungen. Auch die Teilnehmenden haben im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten einen finanziellen Beitrag geleistet.
Für das Leitungsteam waren es erneut freudvolle und berührende Tage. Der grosse organisatorische und freiwillige Einsatz hat sich mehr als gelohnt.
Autor: Urs Bernhardsgrütter