26.11.2025
Erster Bericht zum nationalen Armutsmonitoring erschienen
Der Bundesrat hat heute den ersten Bericht des nationalen Armutsmonitorings veröffentlicht.
Der Bundesrat hat heute den ersten Bericht des nationalen Armutsmonitorings veröffentlicht. Eine umfassende Übersicht zu haben, wie stark Armut verbreitet ist, wer besonders gefährdet ist und welche Massnahmen wirken – das ist ganz entscheidend, um Armut zu bekämpfen. Im nationalen Armutsmonitoring fliessen Statistiken und aktuelle Forschungserkenntnisse zusammen. Es soll Bund, Kantonen und Gemeinden das nötige Wissen bereitstellen, um Armut gezielt zu bekämpfen.
Der Bericht bestätigt beispielsweise, dass Familien im Vergleich zu Haushalten ohne Kinder besonders häufig in einer finanziell prekären Situation leben und keine Reserven haben. Dies zeigt klar, dass die Schweiz Familien mit tiefen Einkommen besser unterstützen muss. Auch zeigt der Bericht, dass die Vererbung von Armut ein reales Problem ist: So haben Jugendliche aus armutsbetroffenen Familien ein vielfach höheres Risiko, später selbst unter sozialen und materiellen Entbehrungen zu leben.
Caritas Schweiz ortet auch Verbesserungspotenzial beim nationalen Armutsmonitoring. Beispielsweise ist die Datengrundlage noch lückenhaft: Die Steuerdaten, die die Kantone an den Bund übermitteln für das Monitoring, sind nicht genügend zuverlässig.
Hier sind auch die Kantone in der Pflicht, die entsprechenden Daten zu liefern.
Aus Sicht von Caritas kann gesagt werden: Jetzt ist politischer Wille nötig, die Daten in Taten umzusetzen, um Armut wirksam zu bekämpfen.
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