01.06.2026

Beim Namen nennen: Erinnern, sichtbar machen, mittragen

Im Juni wird in St. Gallen an Menschen erinnert, die auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen sind. Für die diesjährige Aktion werden Freiwillige gesucht, die dieses öffentliche Gedenken mittragen.

Wenn Menschen auf der Flucht sterben, bleiben ihre Namen oft unbekannt. Zurück bleiben Familien, Freundinnen und Freunde, offene Fragen und Geschichten, die kaum gehört werden. Die Aktion «Beim Namen nennen» setzt genau hier an: Sie macht sichtbar, dass hinter jeder Zahl ein Mensch steht.

Zum Weltflüchtlingstag wird in St. Gallen öffentlich an Menschen erinnert, die auf dem Weg nach Europa ums Leben gekommen sind. Ihre Namen und Schicksale werden gelesen, auf Stoffstreifen geschrieben und im Stadtraum sichtbar gemacht. So entsteht ein Ort des Gedenkens – still, eindrücklich und für alle zugänglich.

Die interreligiös getragene Initiative verbindet Erinnerung mit einer klaren Haltung für Menschenwürde und Menschlichkeit. Sie lädt dazu ein, hinzuschauen, innezuhalten und das Schicksal verstorbener Menschen auf der Flucht nicht dem Vergessen zu überlassen.

In diesem Jahr findet die Aktion am 20. und 21. Juni 2026 statt. Damit das öffentliche Gedenken möglich wird, braucht es viele Menschen, die mithelfen. Freiwillige können sich für unterschiedliche Aufgaben eintragen: beim Schreiben oder Lesen der Namen, beim Befestigen und Aufhängen der Stoffstreifen, am Infostand, beim Empfang in der Kirche, während der Nachtwache oder mit einem kurzen Beitrag zur vollen Stunde.

Auch für den Aufbau am 19. Juni 2026 und den Abbau der Installation am 3. Juli 2026 werden unterstützende Hände gesucht. Vorkenntnisse sind nicht nötig. Wer mitmacht, schenkt Zeit und trägt dazu bei, dass die Namen und Geschichten der Verstorbenen sichtbar bleiben.


Die Einsatzmöglichkeiten und Anmeldelinks sind auf der Projektseite von Katholisch St. Gallen zu finden.

Weitere Informationen und Anmeldung

«Beim Namen nennen»